
Menu Engineering: Wie das Design deiner Speisekarte den Umsatz steuert
Verkaufspsychologie in der Gastronomie: Lerne, wie das 'Golden Triangle', clevere Preisdarstellung und Ankerprodukte deinen Gewinn messbar steigern können.

Cagri Ersöz
Marketing-Stratege mit Expertise in Verkaufspsychologie, Conversion-Optimierung und datengetriebenem Webdesign. Ich helfe Unternehmen, ihre digitale Präsenz in eine echte Verkaufsmaschine zu verwandeln.
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Deine Speisekarte ist kein bloßes Verzeichnis deiner Gerichte – sie ist dein wichtigstes Verkaufstool. Doch viele Gastronomen verschenken wertvolles Potenzial, indem sie die Gestaltung dem Zufall überlassen.
Beim Menu Engineering geht es nicht um schönes Design. Es geht um knallharte Psychologie und Daten. In diesem Artikel erfährst du, wie du den Blick deiner Gäste lenkst und margenstarke Gerichte (die sogenannten Stars) so platzierst, dass sie fast wie von selbst bestellt werden.
Inhaltsverzeichnis
Das Golden Triangle: Der natürliche Blickverlauf
Wusstest du, dass Gäste eine Speisekarte oft in weniger als 100 Sekunden scannen? In dieser Zeit müssen die wichtigsten Entscheidungen fallen. Psychologische Studien zeigen, dass das menschliche Auge einem bestimmten Muster folgt, dem sogenannten Golden Triangle.
- Die Mitte: Hier landet der Blick zuerst.
- Oben rechts: Hierhin wandert das Auge als Nächstes.
- Oben links: Der dritte Punkt im Fokus.
Der häufigste Fehler: In der Mitte der Karte steht oft das Logo oder ein allgemeines Willkommen. Verschwendung! Hier gehören deine profitabelsten Gerichte hin (deine "Stars").
Preis-Psychologie: Weniger ist mehr
Die Darstellung deiner Preise hat einen enormen Einfluss darauf, wie "teuer" ein Gast dein Angebot wahrnimmt.
- Weg mit den Währungszeichen: Ein „€“-Symbol erinnert den Gast sofort daran, dass er gerade Geld verliert. Schreibe lieber nur „24“ statt „24,00 €“. Das wirkt dezenter und lässt den Gast sich mehr auf den Genuss konzentrieren.
- Vermeide Preisspalten: Wenn alle Preise ordentlich untereinander stehen, lädt das zum Preisvergleich ein. Der Gast sucht sich dann oft das günstigste Gericht aus. Platziere den Preis lieber dezent direkt hinter der Beschreibung des Gerichts in der gleichen Schriftart.
"Design ohne Strategie ist nur Kunst. Design mit Strategie ist Marketing."
Der Ankereffekt: Das teure Lockmittel
Warum steht auf vielen Karten ein extrem teures Gericht, das fast niemand bestellt? Das ist kein Zufall, sondern ein Ankerprodukt.
Wenn ein Gast ein Steak für 64 für sieht, wirken die Nudeln mit Trüffel für 28 plötzlich wie ein Schnäppchen. Der Anker verschiebt die Wahrnehmung des Preisgefüges auf der gesamten Karte. Selbst wenn das 64-Gericht nie bestellt wird, sorgt es dafür, dass die anderen margenstarken Gerichte attraktiver wirken.
Holistische Gastronomie-Strategie
Eine gute Speisekarte ist nur der Anfang. In einer Welt, in der Gäste online nach Restaurants suchen, muss auch deine Website und dein Social Media Marketing diese Professionalität widerspiegeln.
Pro-Tipp: Nutze hochwertige Fotos nur für die Gerichte, die du wirklich verkaufen willst. Textwüsten verkaufen nicht – Emotionen tun es.
Fazit: Werde zum Regisseur deiner Karte
Menu Engineering ist kein Hexenwerk, sondern eine Methode, die auf Daten und Psychologie basiert. Wenn du verstehst, wie deine Gäste lesen und wahrnehmen, kannst du deinen Umsatz massiv steigern, ohne die Preise erhöhen zu müssen.
Bist du bereit, deine Speisekarte auf das nächste Level zu heben oder brauchst du eine moderne Webpräsenz für dein Restaurant?

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Cagri Ersöz hilft dir, Design und Psychologie für maximalen Umsatz zu nutzen.