
Likes bezahlen keine Miete: Die einzigen 3 KPIs, die im Social Media Marketing wirklich zählen
Viral gehen ist nutzlos, wenn der Umsatz fehlt. Warum du Vanity Metrics vergessen und dich auf ROAS, CPA und Conversion Rate konzentrieren musst.

Cagri Ersöz
Marketing-Stratege mit Expertise in Verkaufspsychologie, Conversion-Optimierung und datengetriebenem Webdesign. Ich helfe Unternehmen, ihre digitale Präsenz in eine echte Verkaufsmaschine zu verwandeln.
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"Wir haben 10.000 Likes auf dieses Reel bekommen!" – "Super. Und wie viel Umsatz haben wir damit gemacht?"
Stille im Raum.
Das ist das Problem vieler Marketing-Abteilungen. Wir feiern Vanity Metrics (Eitelkeits-Metriken), während der CFO den Kopf schüttelt. In 2026 ist "Viral gehen" keine Strategie. Profitabilität ist eine.
Vanity vs. Sanity Metrics
Likes, Shares und Follower sind gut fürs Ego. Sie zeigen Markenbekanntheit (Brand Awareness). Aber sie bezahlen keine Gehälter.
Sanity Metrics sind Zahlen, die direkt mit deinem Geschäftserfolg korrelieren.
Der Viralitäts-Trugschluss: Ein Video kann 1 Million Views haben, aber null Verkäufe generieren, weil es die falsche Zielgruppe anspricht (z.B. Teenager statt Geschäftsführer). Ein Video mit 500 Views kann dagegen 5 Leads bringen, wenn es genau den Schmerzpunkt deiner Kunden trifft.
Die 3 wichtigsten KPIs im Social Media Marketing
Wenn du Ads schaltest, schau auf diese drei Werte:
1. ROAS (Return on Ad Spend)
Die wichtigste Kennzahl. Wie viel Umsatz kommt für jeden Euro Werbebudget zurück?
- Formel: Umsatz / Werbekosten
- Beispiel: 4.000 € Umsatz / 1.000 € Ads = ROAS 4.
2. CPA (Cost per Acquisition / Cost per Lead)
Was kostet es dich, einen Neukunden oder Lead zu gewinnen?
- Wenn ein Kunde dir 500 € bringt, darf der CPA maximal bei z.B. 100 € liegen, damit du profitabel bleibst.
- Steigt der CPA, musst du deine Creatives oder deine Landingpage optimieren.
3. CTR (Click-Through-Rate)
Wie interessant ist deine Anzeige?
- Eine hohe CTR (> 1-2% im Feed) bedeutet: Dein Creative (Bild/Video) und deine Headline funktionieren.
- Eine niedrige CTR bedeutet: Die Leute scrollen weiter. Zeit für neue UGC Ads.
Das Tracking-Dilemma (iOS14 und die Folgen)
Früher war alles einfach. Der Facebook Pixel hat alles gesehen. Seit dem iOS14 Update von Apple fragen Apps: "Darf diese App deine Aktivitäten tracken?". Die meisten Nutzer sagen "Nein".
Das Ergebnis: Im Werbeanzeigenmanager fehlen oft 30-50% der Conversions. Facebook "rät" oft nur noch, wer gekauft hat (Statistical Modeling).
Lösungen für saubere Daten
Wie messen wir also Erfolg in einer datenschutz-sensiblen Welt?
1. Server-Side Tracking (CAPI)
Verlängere den Arm des Pixels. Statt Tracking nur im Browser (Client-Side), sendest du Daten direkt von deinem Server an Facebook/TikTok. Das umgeht AdBlocker und Browser-Beschränkungen.
2. UTM-Parameter & Google Analytics 4
Verlasse dich nicht auf die Daten der Plattform. Nutze UTM-Parameter (?utm_source=facebook&utm_campaign=winter_sale), um in Google Analytics genau zu sehen, woher der Traffic kam.
3. Soft-Conversions messen
Nicht jeder kauft sofort. Messe auch "Add to Cart" oder "View Content", um zu sehen, ob deine Ads zumindest Interesse wecken.
Pro-Tipp: Nutze Post-Purchase-Surveys. Frage auf der "Danke-Seite" einfach: "Wo hast du uns gefunden?". Die Antworten der Kunden sind oft genauer als jedes Tracking-Tool.
Fazit: Zahlen lügen nicht, Gefühle schon
Hör auf, dich in deine eigenen Posts zu verlieben. Wenn ein Video viele Likes hat, aber keinen Umsatz bringt, ist es (für Performance-Ziele) wertlos.
Wenn eine "hässliche" Ad mit wackeliger Handykamera (UGC) den doppelten ROAS bringt – dann schalte mehr davon.
Wir bei Storyable schauen jeden Tag auf die KPIs unserer Kunden. Keine Annahmen, nur Daten.
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