Social Recruiting statt Stellenanzeige: Wie wir über Facebook & Instagram Fachkräfte gewinnen, die gar nicht suchen
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27. Oktober 2025
5 Min.

Social Recruiting statt Stellenanzeige: Wie wir über Facebook & Instagram Fachkräfte gewinnen, die gar nicht suchen

Fachkräftemangel? Eher Methodenmangel. Warum klassische Stellenanzeigen 2026 nicht mehr funktionieren und wie du mit Social Recruiting passiv Wechselwillige erreichst.

Cagri Ersöz

Cagri Ersöz

Marketing-Stratege mit Expertise in Verkaufspsychologie, Conversion-Optimierung und datengetriebenem Webdesign. Ich helfe Unternehmen, ihre digitale Präsenz in eine echte Verkaufsmaschine zu verwandeln.

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"Wir finden einfach keine guten Leute."

Diesen Satz hören wir in jedem Erstgespräch. Doch die Wahrheit ist oft unbequem: Die guten Leute sind da. Sie sind nur nicht arbeitslos. Und sie suchen auch nicht auf Indeed oder Stepstone nach dir.

Der Fachkräftemangel ist oft kein Mangel an Fachkräften, sondern ein Mangel an Sichtbarkeit dort, wo sich die Zielgruppe wirklich aufhält: Auf Social Media.

Inhaltsverzeichnis

Der unbekannte Arbeitsmarkt: Aktiv vs. Passiv Suchende

Stell dir den Arbeitsmarkt wie einen Eisberg vor.

  • Die Spitze (ca. 15%): Aktiv arbeitssuchend. Sie schauen täglich auf Jobbörsen. Hier tummelt sich aber auch viel "Ausschuss" oder Leute, die gerade (zurecht) gekündigt wurden.
  • Der Rumpf (ca. 60%): Passiv wechselwillig. Sie haben einen Job, sind aber unzufrieden (zu wenig Gehalt, schlechter Chef, langer Fahrtweg). Sie suchen nicht, wären aber bei einem besseren Angebot sofort bereit zu wechseln.

Das Problem: Mit klassischen Stellenanzeigen auf Jobportalen ("Post & Pray") erreichst du nur die 15%. Die wertvollen 60% – die erfahrenen Fachkräfte, die in ungekündigter Anstellung sind – sehen deine Anzeige niemals.

Social Recruiting zielt exakt auf diese 60% ab. Wir schalten Werbung dort, wo sie abends entspannt auf der Couch liegen: Auf Instagram, Facebook und TikTok.

Warum das PDF-Stellenangebot auf Social Media Geld verbrennt

Viele Unternehmen versuchen dann, Social Media zu nutzen – und machen einen fatalen Fehler. Sie posten ein Foto ihrer textlastigen PDF-Stellenanzeige.

Das funktioniert 2026 nicht mehr.

  1. Nicht lesbar: Auf einem Smartphone-Bildschirm muss man zoomen ("Pinch-to-Zoom"), um dein PDF zu entziffern. Die Absprungrate liegt bei fast 100%.
  2. Medienbruch: Du verlangst: "Senden Sie Ihre vollständigen Unterlagen per E-Mail an...". Stopp.
  3. Die Realität: Der ideale Kandidat sieht deine Anzeige abends in der Bahn oder auf der Couch. Er hat keinen Lebenslauf auf dem Handy. Er wird sich den Link nicht merken. Er scrollt weiter. Chance vertan.

"Wenn dein Bewerbungsprozess nicht so einfach ist wie eine Pizza-Bestellung, verlierst du die besten Talente an die Konkurrenz, die es einfacher macht."

Die Lösung: Der Mobile-First Bewerber-Funnel

Wir drehen den Spieß um. Statt Hürden aufzubauen ("Schick uns erst mal alles"), rollen wir den roten Teppich aus.

Ein moderner Social Recruiting Funnel sieht so aus:

  1. Die Ad (Der Hook): Wir verkaufen nicht den "Job", sondern die Vorteile. "Kein Bock mehr auf Überstunden? Bei uns: 4-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich." Das triggert den Schmerzpunkt.
  2. Das Quiz (Die Qualifizierung): Statt Lebenslauf klickt sich der Bewerber durch 5-7 Fragen auf einer für Handys optimierten Seite ("Mobile Funnel").
    • "Wie viele Jahre Berufserfahrung hast du?"
    • "Hast du einen Führerschein?"
    • "Wann wärst du verfügbar?"
  3. Das Ergebnis: Nur wenn er qualifiziert ist, darf er seine Kontaktdaten eingeben.
  4. Der Rückruf: Dein HR-Team bekommt die Daten in Echtzeit und ruft den Kandidaten innerhalb von 24 Stunden an.

Prozessdauer für den Bewerber: Unter 60 Sekunden. Ohne Lebenslauf. Ohne Anschreiben.

Häufige Fragen zu Social Recruiting

Social Recruiting ist die aktive Ansprache von potenziellen Kandidaten über soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram oder TikTok mittels bezahlter Werbeanzeigen (Ads). Im Gegensatz zu Jobportalen erreichen wir hier auch Fachkräfte, die nicht aktiv suchen, aber wechselwillig sind.

Klassische Jobportale erreichen nur die 10-20% der "aktiv Suchenden". Da gute Fachkräfte aber meist in fester Anstellung sind, sehen sie diese Anzeigen nie. Zudem ist der Wettbewerb auf Jobportalen extrem hoch und die Vergleichbarkeit (Gehalt) steht im Vordergrund.

Im ersten Schritt: Nein. Das ist der Schlüssel zum Erfolg. Der Prozess muss "Mobile First" sein. Da niemand seinen aktuellen Lebenslauf auf dem Handy hat, qualifizieren wir Bewerber über interaktive Fragen vor und fordern den CV und Zeugnisse erst im zweiten Schritt (nach dem ersten Telefonat) an.

Fazit: Warte nicht auf Bewerbungen – hol sie dir

Der Markt hat sich gedreht. Früher haben sich Arbeitnehmer bei Firmen beworben. Heute müssen sich Firmen bei Arbeitnehmern bewerben.

Wer 2026 noch auf "Post med Pray" setzt, wird leer ausgehen. Wer aber versteht, wie man die psychologischen Hürden senkt und Social Media als Recruiting-Kanal nutzt, hat Zugriff auf einen riesigen Pool an ungenutztem Talent.

Willst du wissen, wie so ein Funnel für deine offene Stelle aussehen könnte?

Cagri Ersöz
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